Presseunterlagen “König Lear” – ab 19.03.2026 – Tribüne Linz

Jan 27, 2026

PRESSEMITTEILUNG

Mit „König Lear“ bringen die Austria Theater Werke eines der großen Menschheitsdramen auf die Bühne der Tribüne Linz.  Die Jubiläumsproduktion zum 30-jährigen Bestehen verlegt die Handlung bewusst in die Gegenwart und bleibt sprachlich dennoch Shakespeare treu.
Die Inszenierung zeigt eindrücklich, wie aktuell die Themen Macht, Loyalität, Wahrhaftigkeit und familiäre Zerbrechlichkeit auch heute sind.
Premiere ist am 19. März 2026, weitere Termine folgen bis zur Dernière am 24. April 2026.

PRODUKTIONSDATEN

Titel: König Lear – nach William Shakespeare
Produktion: Austria Theater Werke
Regie: Martin Tröbinger
Regieassistenz: Karin Huemer-Klinger
Produktionsleitung: Otto Kitzmüller

Aufführungsort: Tribüne Linz
Dauer: ca. 2 Stunden 15 Minuten inklusive Pause

ENSEMBLE & TEAM

Lear – Johannes Renoldner
Kent – Klaus Schwarzenberger
Narr – Andreas Huemer
Gloster – Erwin Friedl
Edgar – Peter Budenhofer
Edmund – Michael Mathe
Goneril – Sabine Pfeiffer
Regan – Herlinde Scharf
Cordelia – Julia Haslinger
Cornwall – Michael Albig
Haushofmeister – Ronald Kirchmair
Albany – Roland Humer
Frankreich / Arzt – Otto Kitzmüller

Statisterie
Christian Eichmann
Cornelia Brandstetter
Reinhard Lintner
Hermann Baumgartner
Anna Pichler
Fabian Kirchmair
Dorothea Leopoldseder

Licht & Ton
Karl Langzauner

Kostüme & Requisiten
Cordula Salveter

INHALT – KURZFASSUNG

Mit „König Lear“ zeigen die ATW ein modernes, intensives Familiendrama über Macht, Wahrheit und Verrat. Die Sprache bleibt Shakespeare, doch die Optik führt das Stück bewusst in die Gegenwart. Lear verliert sein Reich und schließlich sich selbst – eine Geschichte, die trotz ihres Alters erschreckend zeitlos wirkt.

INHALT – LANGFASSUNG

Die Geschichte des alternden Königs, der sein Reich an seine Töchter übergeben möchte und sich dabei von Schmeichelei täuschen lässt, ist eine der großen Tragödien der Weltliteratur. Die ATW verlegen das Stück in die heutige Zeit, ohne den Shakespeare-Text zu verändern.
So entsteht ein eindringlicher Blick auf familiäre Konflikte, politische Zerrissenheit und die menschliche Suche nach Anerkennung.

Lear erkennt die Wahrheit zu spät – und in seinem Untergang liegt die bittere Erkenntnis über Machtmissbrauch, Loyalität und die Zerbrechlichkeit menschlicher Beziehungen.

DRAMATURGISCHE BESCHREIBUNG – KURZFASSUNG

Die Strichfassung behält die komplette Handlung bei und konzentriert sich auf präzise Verdichtung. Gekürzt wurden ausschließlich überlange Monologe und Dialogpassagen.
Im Zentrum stehen der Narrenbogen – insbesondere der Albion-Passus – sowie Edmunds Intrige und die finale Tragödie.

Die moderne Optik bildet einen Kontrast zur klassischen Sprache, wodurch die zeitlose Aktualität der Themen Macht, Täuschung, Loyalität und Identität deutlich hervortritt.

DRAMATURGISCHE BESCHREIBUNG – LANGFASSUNG

Die Strichfassung der Austria Theater Werke bewahrt die vollständige Handlung von König Lear und orientiert sich konsequent am Originaltext, während sie sprachlich verdichtet und rhythmisch gestrafft wurde. Lediglich überlange Monologe und ausufernde Dialogpassagen wurden reduziert, um den Blick stärker auf die zentralen Konfliktlinien des Stücks zu richten. Die narrative Struktur bleibt dabei vollständig erhalten: Die familiäre Zerrüttung, die politischen Verschiebungen und die tragischen Spiegelungen der Gloster-Handlung bleiben in ihrer ganzen Tiefe bestehen.

Im Zentrum der dramaturgischen Arbeit steht der Narrenbogen, der als moralischer Seismograph des Stücks seine volle Wirkung entfaltet. Besonders der Albion-Passus wird zum thematischen Kern der Inszenierung: eine bitterklare Diagnose eines Reiches, das sich in Machtgier, Korruption und Täuschung verliert. Durch diese Fokussierung wird König Lear nicht nur als familiäre Tragödie, sondern auch als politisches Stück lesbar – ein Drama über ein System, das an innerer Fäulnis zerbricht.

Gleichzeitig bleibt die Intrige Edmunds als dramaturgischer Motor erhalten. Sie dient als dunkle Gegenlinie zu Cordelias Integrität und spiegelt die moralische Erosion des Reiches in persönlicher Form wider. Die finale Tragödie – der Tod Cordelias und Lears Zusammenbruch – bildet wie im Original den unentrinnbaren Schluss- und Erkenntnismoment der Inszenierung.

Die ästhetische Umsetzung verbindet den klassischen Shakespeare-Text mit einer zeitgenössischen, reduzierten und zeitlosen Bildsprache. Die Handlung spielt bewusst in der heutigen Welt, mit aktuellen Kostümen und klaren, minimalistischen Raumsetzungen. Dadurch entstehen starke Kontraste zwischen der unveränderten Sprache Shakespeares und einer Gegenwart, die die Themen Macht, Wahrheit, Loyalität, gesellschaftliche Korruption und familiäre Zerbrechlichkeit unmittelbar erlebbar macht. Die Reduktion des Bühnenbilds und die Konzentration auf Körper, Licht und Text unterstützen die Präzision der Strichfassung und führen zu einer klaren, modernen Lesart des großen Dramas.

Diese dramaturgische Ausrichtung zeigt, wie gegenwärtig König Lear ist: ein Stück über die Blindheit Mächtiger, die Verletzlichkeit menschlicher Beziehungen und den Preis der Erkenntnis in einer Welt, die Wahrheit nur schwer erträgt.

WILLIAM SHAKESPEARE – KURZPORTRÄT

William Shakespeare (1564–1616) gilt als einer der bedeutendsten Dramatiker aller Zeiten.
Seine Tragödien, Komödien und historischen Stücke prägen bis heute das europäische Theater. Mit „König Lear“ schuf er eines der eindrucksvollsten Dramen über Macht, Wahrheit und menschliche Fehlbarkeit.

AUSTRIA THEATER WERKE

Die Austria Theater Werke bestehen seit 1996 und feiern 2026 ihr 30-jähriges Bestehen.
Gegründet aus einer Initiative ehemaliger Burgfestspiel-Mitwirkender, entstanden über die Jahre zahlreiche Produktionen auf Linzer und regionalen Bühnen.
Im Mittelpunkt stehen Ensemblearbeit, zeitlose Stoffe und eine klare, reduzierte Ästhetik.

TRIBÜNE LINZ – VERANSTALTUNGSORT

Im Oktober 2013 am ehemaligen Landestheater-Standort Eisenhand eröffnet, bietet die Tribüne Linz als freies produzierendes Theaterhaus ein abwechslungsreiches Ganzjahresprogramm für Erwachsene und Jugendliche und erreichen damit bei ca. 200 Vorstellungen bis zu 20.000 Theatergäste im Jahr. Spezialisiert hat sich die privat geführte Bühne (120 Sitzplätze) auf gehaltvolle Stoffe, zeitgemäß inszenierte Klassiker der Weltliteratur, Sozialdramen zu gesellschaftlich wichtigen Themen, biografische Stücke, kleinere Musiktheaterformen sowie Theater für Jugendliche.

Ein ambitionierter Spielplan sowie der unverwechselbare „Tribüne-Linz-Stil“ sind für das Theater charakteristisch. Die Tribüne Linz hat in ihrem Haus eine Drei-Schienen-Struktur (Abendschiene mit Eigenproduktionen, Schulschiene, Gastspielschiene) sowie einen Repertoire-Spielbetrieb, innerhalb dem eigene Stücke abwechselnd gezeigt werden.

Website: www.tribuene-linz.at

SPIELTERMINE

Premiere – 19. März 2026, 19:30 Uhr
25. März 2026 – 19:30 Uhr
26. März 2026 – 19:30 Uhr
8. April 2026 – 19:30 Uhr
9. April 2026 – 19:30 Uhr
11. April 2026 – 17:00 Uhr
15. April 2026 – 19:30 Uhr
17. April 2026 – 19:30 Uhr
23. April 2026 – 19:30 Uhr
Dernière – 24. April 2026, 19:30 Uhr

KONTAKT & PRESSEFOTOS

Pressekontakt:
Otto Kitzmüller
Austria Theater Werke
otto.kitzmueller@atw-theater.at
www.atw-theater.at

Hinweise zu den Fotos

Die Rechte der Fotos liegen bei Austria Theater Werke. Die Nutzung für Medienarbeit ist erlaubt. Der Fotocredit “Klaus Schwarzenberger” ist bitte mit anzuführen.

 

Sponsoren

Austria Theater Werke

Das persönliche Theater

Panoramastraße 17
4202 Kirchschlag bei Linz

office@atw-theater.at
Impressum